Trumps Zollschlacht geht in die neue Runde

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US-Präsident Donald Trump hat eine neue Runde von Strafzöllen angekündigt, die mehrere Branchen betreffen. Besonders drastisch ist die Maßnahme im Pharmabereich: Ab dem 1. Oktober sollen importierte, patentgeschützte Medikamente mit einem Aufschlag von 100 % belegt werden – es sei denn, die Hersteller verlagern ihre Produktion in die USA. Laut Trump diene dies vor allem dem Ziel, Arbeitsplätze im Land zu sichern und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu verringern.

Quelle: @realDonaldTrump / Truth Social

Zusätzlich erhebt Washington künftig 25 % Zoll auf schwere Lastwagen aus dem Ausland. Begründet wird dies mit nationaler Sicherheit und dem Schutz US-amerikanischer Hersteller wie Peterbilt oder Mack Trucks.

Quelle: @FirstSquawk / X

Darüber hinaus sollen Küchen- und Badmöbel mit 50 % und Polstermöbel mit 30 % besteuert werden. Da ein erheblicher Teil dieser Produkte aus Asien stammt, geraten auch US-Händler wie Wayfair in Schwierigkeiten, was sich vorbörslich sofort in Kursverlusten (-3,14 %) niederschlug.

Quelle: investing.com

EU antwortet entschlossen

Die Europäische Union verweist hingegen auf ein Handelsabkommen vom Juli, das ihre Pharmaexporte vor Zöllen von mehr als 15 % schützen soll. Auch Branchenvertreter in Europa warnen vor schwerwiegenden Folgen für Patientenversorgung und Lieferketten.

Abgesehen von den USA berichtete das Handelsblatt, dass die EU nun ebenso protektionistische Maßnahmen in Form von Strafzöllen vorzunehmen plant. Demnach solle Stahl sowie damit verbundene Produkte aus China mit einem Zollsatz von 25 bis 50 % belegt werden. Eine politische Entscheidung, die neben Mut ebenso Abschottung von dem asiatischen Handelspartner symbolisiert.

Quelle: @Reuters / X

Für die USA gilt zunächst: Die neuen Maßnahmen dürften nicht nur Spannungen mit Handelspartnern verschärfen, sondern auch Inflationsdruck im Inland erhöhen, da Importwaren für US-Verbraucher deutlich teurer werden.

Alle Augen auf die PCE Inflation heute Mittag…

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Bild von Andreas auf Pixabay

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