Die Zoll-Deadline ist abgelaufen: Präsident Trump hat mehreren Ländern, darunter Japan und Südkorea, offizielle Schreiben über bevorstehende Strafzölle geschickt. In diesen „Handelswarnungen“ heißt es, dass ab dem 1. August 2025 auf alle Importe aus diesen Ländern ein zusätzlicher Zoll von 25 % erhoben wird – unabhängig von bereits bestehenden branchenspezifischen Zöllen. Die US-Regierung begründet dies mit „anhaltenden Handelsungleichgewichten“ und mangelnder Marktöffnung in den betroffenen Ländern. Gleichzeitig bietet sie an, die Zölle wieder zu senken, wenn die Länder ihre Märkte öffnen und Handelsbarrieren abbauen. Sollten die Länder mit Gegenzöllen reagieren, würde der erhobene Zoll auf die 25% draufgeschlagen werden.

Quelle: @realDonaldTrump / TruthSocial
Neben Japan und Südkorea haben bislang weitere Länder wie Malaysia, Kasachstan, Südafrika, Laos, Myanmar, Kambodscha, Thailand, Serbien, Bangladesch, Indonesien, Bosnien und Herzegowina sowie Tunesien ähnliche Briefe erhalten. Weitere sollen folgen. Ursprünglich war die Frist für Verhandlungen der 9. Juli, sie wurde aber jetzt auf den 1. August verschoben, um den betroffenen Staaten noch etwas Zeit für Verhandlungen zu geben. Die Zölle steigen auf bereits uns bekannte Niveaus.

Quelle: @SpencerHakimian / X
In Europa zeigte sich die EU laut Berichten zumindest gesprächsbereit, etwa indem man einem generellen Zoll von 10 % zustimmen könnte, sofern Ausnahmen für Autos, Stahl und Aluminium gelten. Mit Vietnam hat die US-Regierung kürzlich bereits eine Einigung erzielt, und auch mit Indien seien die Verhandlungen weit fortgeschritten.
Reaktion der Märkte
Die Börsen reagierten sofort: Der S&P 500 und der Nasdaq rutschten nach Bekanntgabe der Briefe auf Tagestiefs- auch der japansiche Yen verlor. Der amerikanische Aktienindex befindet sich trotz Krieg, Inflationssorgen und Handelsturbulenzen auf Rekordhöhen.

Quelle: TradingView
Dafür sind jedoch nur einige wenige Aktien verantwortlich- die Marktbreite schwindet und das Risiko der Blasenbildung nimmt zu.

Quelle: @Barchart / X
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigt auf über 4,4 %.

Quelle: TradingView
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Foto von Markus Winkler auf Unsplash


