Was Anleger diese Woche erwartet – US-Inflationsdaten und EZB-Entscheid im Mittelpunkt

wochenausblick

In der kommenden Handelswoche richtet sich der Blick der Anleger auf eine ganze Reihe wichtiger Konjunkturdaten und Notenbank-Entscheidungen. Den Auftakt macht heute Japan mit den Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal. Erwartet wird ein Wachstum von 0,3 Prozent, was auf eine weiterhin moderate wirtschaftliche Expansion hindeutet.

Nach den deutlich hinter den Erwartung zurückgebliebenen Arbeitsmarktdaten letzter Woche rücken am Mittwoch die USA in den Fokus: Die Erzeugerpreise (PPI) sollen im August laut Prognosen um 0,3 Prozent zulegen. Sollten sich die Markterwartungen bestätigen, sprechen wir zunehmend von einem stagflationären Umfeld, das die Fed vor riesige Herausforderungen stellen wird. So müsste sie nämlich Ebenfalls im Blick stehen die wöchentlichen Daten zu den US-Rohöllagerbeständen, für die zuletzt rund 2,4 Millionen Barrel gemeldet wurde. Zudem wird die Auktion zehnjähriger Staatsanleihen für Aufmerksamkeit sorgen.

Der Donnerstag bringt dann gleich mehrere Schlüsselereignisse: Die Europäische Zentralbank dürfte ihre Leitzinsen unverändert lassen (Einlagensatz bei 2,00 Prozent, Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 Prozent). Besonders spannend wird die anschließende Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die Hinweise auf die weitere geldpolitische Ausrichtung liefern dürfte. In den USA werden am gleichen Tag die Konsumentenpreise veröffentlicht. Erwartet wird ein Anstieg der Kernrate um 0,3 Prozent, während die jährliche Teuerung auf 2,9 Prozent steigen soll. Die Abweichung von den PPI-Daten dürfte erfahrungsgemäß nicht groß sein. Die wöchentlich veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (234.000 erwartet) werden als Stimmungsbarometer für den Arbeitsmarkt ebenfalls genau verfolgt. Am Abend steht schließlich die Auktion 30-jähriger US-Bonds an.

Zum Wochenschluss am Freitag richten sich die Blicke nach Großbritannien und Deutschland. In London wird für Juli ein Nullwachstum des Bruttoinlandsprodukts prognostiziert, während die deutsche Inflationsrate im Monatsvergleich voraussichtlich um 0,1 Prozent zulegen wird.

Damit stehen Anlegern Tage voller potenzieller Marktimpulse bevor – insbesondere die US-Inflationsdaten und die EZB-Sitzung könnten für starke Bewegungen an den Anleihe- und Devisenmärkten sorgen.

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Bild von Sergei Tokmakov, Esq. https://Terms.Law auf Pixabay

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