KI-Wettrennen treibt Strompreise in die Höhe – Haushalte Zahlen, Blackout-Risiko steigt

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Die USA befinden sich mitten in einem globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz (KI), den die Regierung selbst als entscheidenden Faktor für wirtschaftliche und auch militärische Stärke beschreibt. Es geht um Effizienz und darum, wer zukünftig die globalen Märkte anführen wird. Erst vergangene Woche trafen sich die Köpfe der US-amerikanischen Tech-Großkonzerne wie Facebook und Microsoft, um symbolisch die milliardenschweren Investitionsvolumina in KI-Infrastruktur für die nächsten Jahre zu klären. Aber nicht nur Amerika, sondern auch Europa und vor allem Asien beschäftigen sich zunehmend mit dem wohl relevantesten Investitionsthema der Gegenwart- deutlich leiser, aber keinesfalls weniger.

Die Realität zeigt dabei jedoch eine besorgniserregende Entwicklung: Die Geschwindigkeit des KI-Ausbaus überholt die Gesetzgebung. Erst kürzlich musste der Kongress grundlegende Informationen zu Rechenzentren, ihrem Energieverbrauch und ihrer Anzahl erhalten. Dabei verbrauchen allein die US-Datenzentren derzeit rund sechs Prozent des gesamten Stroms des Landes – mehr als viele Bundesstaaten – und der Bedarf könnte bis 2030 auf 15 Prozent steigen.

Quelle: @steve_hanke / X

Während der Kongress noch Grundlagen vermittelt bekommt, bereitet die Exekutive bereits den Ausbau von KI-Infrastruktur vor: Notstandserklärungen, Maßnahmen zur Sicherung des Stromnetzes, schnellere Genehmigungen für neue Rechenzentren und ein offizieller „AI Action Plan“ verdeutlichen die Dringlichkeit. In jenem ist wortwörtlich niedergeschrieben: „We need to „Build, Baby, Build!““

Für die Bürger zeigt sich das unmittelbar auf der Stromrechnung: Bereits jetzt befinden sich die Stromkosten für Haushalte auf einem Rekordhoch. Das bedeutet derzeit 10 bis 27 US-Dollar mehr pro Monat, um die steigende Nachfrage der Rechenzentren zu decken. KI ist dabei keineswegs „immateriell“ – hinter jeder Anfrage stecken riesige Serverfarmen, die Tag und Nacht laufen, enorme Mengen Strom und Wasser verbrauchen und deren Betrieb selbst bei modernster Hardware immer energieintensiver wird.

Quelle: @unusual_whales / X

Risiko von Blackouts 10 Mal höher

Die Folgen für die Stromversorgung sind gravierend: Denn die Rede ist nicht nur von Kosten, sondern dadurch, dass die US-Netze als hochkomplex gelten, steigt das Risiko von Stromausfällen dramatisch. Prognosen warnen vor einer hundertfach höheren Wahrscheinlichkeit von Blackouts bis 2030, wenn die Kapazitäten nicht massiv erweitert oder Rechenzentren gezielt verlagert werden. Das eigen verursachte Problem wird also als Anlass genommen, um die „Ursache weiter auszubauen“.

Quelle: @ENERGY / X

Die Bürger zahlen also bereits die Rechnung für ein Wettrennen, an dem sie nicht teilgenommen haben. Stromkosten steigen, Versorgungssicherheit wird gefährdet, während Gesetzgeber und Experten noch versuchen, den rasanten Ausbau zu verstehen. KI ist damit alles andere als kostenlos oder folgenlos – sie prägt die Gesellschaft, den Energieverbrauch und das Alltagsleben der Menschen schneller als jede bisherige technologische Revolution. Besonders die Geschwindigkeit kann im Falle von Blackouts zu gravierenden volkswirtschaftlichen Folgen führen, die besonders energieintensive Unternehmen betrifft. Aber auch anderweitige Krisen wie etwa eine Panik im Finanzsektor sind im Falle ausfallender Kreditkartenzahlungen nicht ausgeschlossen.

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Foto von israel palacio auf Unsplash

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