Morning Briefing: Asien im Aufwind, US-Börsen verhalten

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Die Finanzmärkte starteten mit gemischten Impulsen in den Dienstag: Während die US-Börsen am Vortag leicht nachgaben und vor allem Technologie- und Energiewerte unter Druck standen, zeigten sich die asiatischen Märkte überwiegend fester. In Australien senkte die Notenbank wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,60 %, wobei sie weitere Lockerungen in Aussicht stellte- das bedeutete unter anderem Aufwind für den ASX 200.

Quelle: investing.com

Besonders Japan legte nach dem verlängerten Wochenende deutlich zu, unterstützt durch eine Reihe guter Unternehmenszahlen und die schwächere Landeswährung.

Quelle: TradingView

Peking reagierte mit einer entsprechenden Zollpause, behielt aber einen zusätzlichen Aufschlag von 10 % bei und lockerte zudem einige Exportbeschränkungen. In einem weiteren Schritt bestätigte Trump, dass Gold von künftigen Zöllen ausgenommen werde. Für Aufsehen sorgte ein Abkommen, wonach US-Chiphersteller Nvidia und AMD bestimmte, bereits in China verfügbare Hochleistungsprozessoren exportieren dürfen – im Gegenzug sollen 15 % der erzielten Umsätze an den US-Staat abgeführt werden. China riet seinen Unternehmen kurz darauf offiziell von der Nutzung dieser Chips ab. (Der geheime 15%-Pakt: Wie Trump Nvidia & AMD den China-Markt öffnet – EconomyGlobal)

Der DAX zeigt sich weniger entscheidungsfreudig und verharrt ohne Impulse bei 24.036 EUR. Die bisher größten Gewinner sind Sartorius, Siemens Energy und Rheinmetall- der größte Verlierer ist derzeit SAP mit einem Tagesverlust von über drei Prozent.

Quelle: TradingView

Devisen

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar weitgehend stabil, der Euro bewegte sich wieder leicht über 1,16 US-Dollar.

Quelle: TradingView

Auch der Schweizer Franken wertete gegenüber dem US-Dollar wieder leicht auf. Nach einer längeren Zeit der Schwäche- nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber dem Euro und dem Yen- gibt es erste Anzeichen eines Erholungsversuchs. Mit einem derzeitigen Wechselkurs von 1,2337 USD legte der Schweizer Franke um über 0,4 Prozentpunkte zu.

Quelle: TradingView

Rohstoffe

Rohölpreise verharrten in enger Spanne, während Gold nach Verlusten am Vortag wenig verändert notierte. Maßgeblich für den kleinen Rücksetzer war die Meldung seitens Trump, dass das Edelmetall nicht etwa den Zöllen auf Schweizer Exporte unterliege. Die aktuelle Seitwärtsbewegung zeugt derzeit weiterhin von technischer Stabilität- die weiter anlaufenden Zentralbankkäufe sichern ebenso nachhaltige Nachfrage.

Quelle: TradingView

Kupfer legte leicht zu, gestützt von der freundlichen Stimmung in Asien und den fortgesetzten Handelsgesprächen. Auch das Industriemetall Silber- der „kleine Bruder des Goldes“- zeigt sich mit einem Kurs von 37,77 USD pro Feinunze weiter im Aufwärtstrend bestätigt.

Quelle: TradingView

Geopolitik

Geopolitisch kündigte Trump an, beim anstehenden Treffen mit Russlands Präsident Putin auf ein Ende des Ukraine-Kriegs zu drängen und auch über mögliche Gebietsveränderungen zu sprechen. Ein anschließendes Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj sei ebenfalls geplant. Die EU-Außenminister signalisierten Unterstützung für US-Bemühungen um eine Friedenslösung, wollen jedoch parallel weitere Sanktionen gegen Russland und zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine prüfen.

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Foto von Jason Briscoe auf Unsplash

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