US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Wall Street Journal Angriffspläne auf iranische Nuklearanlagen grundsätzlich gebilligt, jedoch noch keinen endgültigen Befehl zur Ausführung erteilt. Er wolle zunächst abwarten, ob der Iran sein Atomprogramm freiwillig einstellt. Besonders im Fokus steht dabei die schwer geschützte Fordow-Anlage, die tief in einem Berg liegt und bislang selbst für Israel als kaum angreifbar galt.

Quelle: @WSJ / X
Gleichzeitig spitzt sich die Lage im Nahen Osten weiter zu: Israel fliegt gezielte Luftangriffe gegen iranische Stützpunkte, zuletzt gegen die Meysami-Basis nahe Karaj. Die iranische Luftverteidigung im Westen des Landes soll laut aktuellen Berichten weitgehend zerstört sein. Zudem herrscht seit gestern ein nahezu vollständiger Internet-Blackout im Iran, was auf eine gezielte Sabotage wichtiger ziviler Infrastrukturen – darunter Wasser- und Abwassersysteme – hindeutet. Nur noch knapp drei Prozent der Internetleitungen sollen funktionieren.

Quelle: @KobeissiLetter / X
Unterdessen verlegt das US-Militär einen dritten Flugzeugträger – die USS Ford – ins östliche Mittelmeer. Dies geschieht offenbar als Reaktion auf die Eskalation. Zu jenen drei Flotten kommt ebenfalls ein britisches solcher Flugzeugträger hinzu.

Quelle: @visegrad24 / X
In der internationalen Politik regt sich Kritik: Der chinesische UN-Botschafter warf Israel vor, mit Angriffen auf iranische Nuklearanlagen eine „rote Linie“ überschritten zu haben. In einem Statement betonte China, dass sie Hilfen bereitgestellt haben und mit den Nachbarländern Aserbaidschan und Turkmenistan zusammen arbeiten. Guo Jiakun appelliert besonders an Israel, zu keinen weiteren Eskalationen beizutragen.

Quelle: @Chinamission2un / X
Die Tatsache, dass sich China auf der Seite des Irans positioniert, leuchtet aufgrund der bilateralen Handelsbeziehung ein. Denn knapp 87 % des chinesischen Rohöls stammen aus dem Iran und werden durch die Straße von Hormus transportiert. Wenn es zu weiteren und schlagkräftigeren Eskalationen kommen sollte, wird die direkten Zeche China zahlen müssen.

Quelle: @zerohedge / X
Der Handelsexperte Gerrit Heinemann warnte jedoch im Interview mit der Frankfurter Rundschau vor einer Krise, die „schlimmer als Corona und Putin zusammen“ wäre. Da Deutschland stark abhängig von funktionierenden globalen Lieferketten ist, wäre die Bundesrepublik doppelt betroffen: durch Energieengpässe und Unterbrechungen im Warenverkehr. Eine solche Entwicklung würde laut Heinemann alle Krisen der letzten Jahre auf dramatische Weise zurückholen. Die Auswirkungen des Kriegs sind also keinesfalls regional limitiert.
In eigener Sache: Zur Analyse sowie Informationsbeschaffung nutzen wir die Software InvestingPro unseres Partners
investing.com. Mit dem Partnerlink https://www.investing-referral.com/aff90/ sparen Sie immer den maximalen Rabatt.
Wenn Sie nichts wichtiges rund um die Märkte, Wirtschaft und Politik verpassen wollen, folgen Sie uns auf Home – EconomyGlobal.
Foto von Lukas Hädrich auf Unsplash


