China: Unternehmen und Haushalte treten bei Krediten auf die Bremse

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Die neuesten Daten der chinesischen Zentralbank zeigen einen historischen Rückgang: Erstmals seit fast 20 Jahren ist das Kreditvolumen in China im Juli geschrumpft. Statt des erwarteten Anstiegs um 300 Milliarden Yuan verzeichneten die Banken ein Minus von knapp 50 Milliarden Yuan – ein Ergebnis, das nicht auf strengere Kreditrichtlinien, sondern auf vermehrte Rückzahlungen von Unternehmen und Haushalten zurückzuführen ist.

Quelle: @ShanghaiMacro / X

Besonders auffällig ist der Einbruch im kurzfristigen Konsumentenkreditgeschäft, das im bisherigen Jahresverlauf den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2009 erlebte. Der Trend deutet auf eine wachsende Zurückhaltung bei Investitionen und Konsum hin, während das Wirtschaftswachstum im historischen Vergleich zu schwächeln beginnt.

Quelle: @ShanghaiMacro / X

Die Regierung versucht mit gezielten Zinsvergünstigungen für bestimmte Kredite gegenzusteuern, doch Experten rechnen mit spürbaren geldpolitischen Lockerungen – etwa Zinssenkungen oder niedrigeren Mindestreservesätzen – erst im vierten Quartal. Bis dahin dürfte die chinesische Wirtschaft weiter zwischen Deflationsdruck und Schuldenabbau feststecken, was vor allem exportorientierte Unternehmen mit starkem China-Geschäft unter Druck setzen könnte.

Der Shanghai Composite Index notiert mit einem Minus von knapp einem halben Prozentpunkt etwa bei 3.666 CNY.

Quelle: investing.com

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Foto von rupixen auf Unsplash

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