Netanjahu plant den gesamten Gazastreifen zu übernehmen

gaza

Das israelische Sicherheitskabinett hat in der Nacht zum Freitag einem von Premierminister Benjamin Netanjahu vorgelegten Plan zugestimmt, der auf die „Besiegung“ der Hamas im Gazastreifen abzielt. Laut einer offiziellen Mitteilung sieht der Plan vor, dass die israelischen Streitkräfte die Kontrolle über die Stadt Gaza übernehmen. Gleichzeitig soll die zivile Bevölkerung außerhalb der Kampfzonen mit humanitärer Hilfe versorgt werden.

Das Kabinett entschied sich mit Mehrheit für fünf zentrale Punkte, um den Konflikt zu beenden: die Entwaffnung der Hamas, die Rückführung aller Geiseln, die Entmilitarisierung des Gazastreifens, eine israelische Sicherheitskontrolle vor Ort sowie die Errichtung einer zivilen Verwaltung, die weder von der Hamas noch von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert wird.

Quelle: @visegrad24 / X

Widerstand aus aller WElt

Der Widerstand gegen Israel wird immer größer. Am Donnerstagabend protestierten zahlreiche Menschen vor Netanjahus Residenz in Jerusalem und forderten ein Ende des Krieges sowie die Rückkehr der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln. Viele Teilnehmer äußerten die Sorge, dass eine Verschärfung der militärischen Einsätze die Chancen auf ein Überleben der Geiseln weiter verringern könnte.

Aber nicht nur in Israel oder Libanon wird protestiert, auch in Deutschland kommt immer mehr die Aufforderung, dass die Bundesrepublik nicht mehr Waffen an Israel liefern solle. Erst vor kurzem haben 200 deutsche Künstler einen Brief mit dem Motto „Don´t let Gaza die“ an den Bundeskanzler Merz geschickt und ihn aufgefordert, jegliche Unterstützung an Israel zu unterlassen.

Quelle: @dw_politics / X

Neben dem britischen Premierminister Keir Starmer kommt auch aus den Vereinigten Staaten scharfe Kritik. Der US-Senator Bernie Sanders nennt Netanjahu einen „Lügner“, der „Kinder zu Tode bringt“ und umgehend gestoppt werden müsse. Auch die Vereinten Nationen sprechen sich schon seit langer Zeit für eine Zwei-Staaten-Lösung aus und betonen, dass der Krieg „umgehend enden müsse“.

Quelle: Keir_Starmer / X

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Foto von Emad El Byed auf Unsplash

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