Die Drohnen über Polen blieben wohl kein Einzelfall: Vor wenigen Minuten hat nun auch Estland Russland eine ernste Verletzung seines Luftraums vorgeworfen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn sollen drei russische MiG-31-Abfangjäger rund zwölf Minuten lang unerlaubt in den estnischen Luftraum eingedrungen sein. Ein italienischer F-35 habe diese dann abgestoßen.

Quelle: @visegrad24 / X
Der Zwischenfall fällt in eine Phase wachsender Spannungen an der Ostgrenze der Nato. Erst vor gut einer Woche hatten 29 russische Drohnen polnisches Gebiet überflogen, von denen einige durch Nato-Flugzeuge abgeschossen wurden. Beobachter sehen darin den Versuch Moskaus, die Reaktionsfähigkeit des Bündnisses auszutesten.
Der Einsatz gleich mehrerer Kampfjets mache die aktuelle Situation jedoch besonders ernst, so Außenminister Tsahkna. In einem X-Beitrag betont er, dass den russischen Provokationen mit „schnellem politischen und wirtschaftlichen Druck“ entgegnet werden muss.

Quelle: @Tsahkna / X
Schon im Mai hatte Estland einen ähnlichen Vorfall gemeldet, als ein russischer Kampfjet kurzzeitig in den Nato-Luftraum eindrang. Damals soll es im Zusammenhang mit einem Tanker gestanden haben, der mutmaßlich Teil einer „Schattenflotte“ war und westliche Sanktionen umgehen sollte. Das Eindringen in estländisches Gebiet dürfte die Gespräche innerhalb der Nato nun deutlich anheizen. Der russische Botschafter wurde wie erwartet umgehend nach Estland einberufen.
In eigener Sache: Zur Analyse sowie Informationsbeschaffung nutzen wir die Software InvestingPro unseres Partners
investing.com. Mit dem Partnerlink https://www.investing-referral.com/aff90/ sparen Sie immer den maximalen Rabatt.
Wenn Sie nichts wichtiges rund um die Börse, Wirtschaft und Politik verpassen wollen, folgen Sie uns auf Home – EconomyGlobal.
Foto von Luke Jernejcic auf Unsplash


