Der Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem wird Deutschland nach aktuellen Berechnungen enorm teuer zu stehen kommen. Eine von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in Auftrag gegebene Untersuchung des Beratungsunternehmens Frontier Economics geht davon aus, dass bis 2049 Gesamtkosten von bis zu 5,4 Billionen Euro entstehen könnten.

Quelle: dihk.de
Laut der Studie entfällt der größte Teil dieser Summe auf Energieimporte in Höhe von rund zwei Billionen Euro. Weitere Posten sind Investitionen in die Stromerzeugung von bis zu 1,5 Billionen Euro, rund 1,2 Billionen Euro für den Netzausbau sowie etwa 500 Milliarden Euro für den Betrieb von Kraftwerken und Anlagen.
DIHK-Präsident Peter Adrian warnte, dass diese Belastungen bereits heute Folgen zeigen: Energieintensive Betriebe verlagerten zunehmend ihre Produktion und damit auch Arbeitsplätze ins Ausland. Mit den aktuellen politischen Rahmenbedingungen sei die Energiewende nicht zu bewältigen, sie könne nur mit einer robusten Wirtschaft gelingen.
Zusätzlichen Druck auf die Industrie erzeugen die stark gestiegenen Kosten im Inland. Seit 2010 haben sich die Netzentgelte verdoppelt. Zudem kritisieren Unternehmen, dass die Energiepolitik sich nahezu ausschließlich auf Wind- und Solarenergie konzentriert, während alternative Optionen wie die Kernkraft außen vor bleiben.
Eine DIHK-Umfrage verdeutlicht die Brisanz: Rund 60 Prozent der größeren Industrieunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten erwägen, ihre Produktion in Deutschland einzuschränken – ein Hinweis darauf, wie stark die hohen Energiekosten den Standort unter Druck setzen.
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Foto von Gustavo Quepóns auf Unsplash


