So wie die EU-Handelskammer in China berichtet, sehen sich Europäische Unternehmen weiterhin mit Problemen bei den Lieferungen seltener Erden aus China konfrontiert – trotz eines Abkommens vom Juli, das eigentlich eine Beschleunigung der Genehmigungen vorsah. Nach Angaben der EU-Handelskammer in China kommt es immer noch zu erheblichen Verzögerungen und Engpässen.
Vor allem Autohersteller und Zulieferer leiden unter Produktionsstopps, nachdem Peking Exportbeschränkungen für bestimmte seltene Erden und Magneten eingeführt hatte. China betont zwar, die Maßnahmen seien allgemein und nicht gegen bestimmte Staaten gerichtet, dennoch sehen sich viele europäische Firmen blockiert.
Beim Treffen zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Chinas Staatschef Xi Jinping war vereinbart worden, Ausfuhrlizenzen für die EU schneller zu vergeben. Allerdings berichten Unternehmen, dass die Genehmigungen inzwischen wieder ins Stocken geraten sind. Von den eingereichten Anträgen sei weniger als ein Viertel genehmigt worden, so die Handelskammer.

Quelle: @ConflictDISP / X
Dadurch, dass China eine gewissen Monopolstellung bezüglich der unverzichtbaren und immer wichtiger werdenden Seltenen Erden innehat, geht die Kammer davon aus, dass weitere Produktionsstillstände folgen könnten.
Draghi zerlegt europäisches Wachstumsmodell
Diese Berichte folgen einer am Dienstag gehaltenen Konferenz, auf der Mario Draghi sprach. Öffentlich nahm er zu seiner vor einem Jahr gehaltenen Rede Stellung, in der er betonte, was es nun brauche, um Europa wieder aus der Krise zu holen: Bürokratieabbau, weitestgehende Zulassung von KI-Nutzungen und ein neuen Wachstumsmodell. Das bittere Fazit war schließlich, dass Europa ein Jahr später eine noch „härtere Position“ habe und nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Souveränität auf dem Spiel stehe. Das Handelsabkommen mit den USA war seiner Meinung nach ein Paradebeispiel dafür, dass man die eigenen Interessen nicht hoch genug gewichte und sich in eine immer schwächere Position drängt.

Quelle: @elerianm / X
Wie bereits gestern berichtet, hat die EU jetzt jedoch ein Handelsabkommen mit Indonesien geschaffen, das die Handelsbeziehungen mit Asien stärken und „neue Möglichkeiten schaffen“ soll.
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Foto von Ant Rozetsky auf Unsplash


