Im August 2025 sind die Erzeugerpreise in Deutschland weiter gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen sie um -2,2 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat und gingen im Vergleich zum Juli um -0,5 Prozent zurück- das markiert den größten Rückgang seit über einem Jahr. Ausschlaggebend dafür waren vor allem deutlich billigere Energiepreise. Erdgas kostete über alle Abnehmergruppen hinweg mehr als elf Prozent weniger als im August 2024, Strom verbilligte sich um rund elf Prozent und auch Mineralölprodukte lagen um gut sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau. Ohne den Einfluss der Energie hätte sich jedoch ein leichter Preisanstieg von +0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ergeben.
Während Energie also den Gesamtindex nach unten zog, entwickelten sich andere Bereiche unterschiedlich. Vorleistungsgüter waren im Durchschnitt um ein Prozent günstiger als vor einem Jahr. Im Gegensatz dazu legten die Preise für Investitionsgüter leicht zu (+1,8 %): Maschinen kosteten +1,8 % Prozent mehr als im Vorjahr, und auch Fahrzeuge und Fahrzeugteile wurden um knapp ein Prozent teurer.
Deutlich stärker stiegen die Preise bei Verbrauchsgütern, die um +3,3 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Besonders auffällig waren die Preissteigerungen bei einzelnen Lebensmitteln: Kaffee verteuerte sich um +33,1 %, Rindfleisch sogar um mehr als ein Drittel (+36,6 %). Auch Butter wurde teurer (+5,3 %), während Zucker (-36,8 %) deutlich günstiger angeboten wurden. Gebrauchsgüter stiegen im Vergleich zum Vorjahr um +1,7 Prozent, blieben aber im Monatsvergleich stabil.
Insgesamt verdeutlicht die Entwicklung, dass die Entlastung bei Energiepreisen maßgeblich zur negativen Jahresrate beiträgt, während Investitions- und Konsumgüter weiter im Preis anziehen.
Zinsen der 30-Jährige Bundesanleihe schießen in die Höhe
Gleichzeitig ist die Rendite auf 30-Jährige Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen- 3,35 %.

Quelle: @Schuldensuehner / X
Grund für diesen Anstieg ist neben allgemeinen Fiskalproblemen innerhalb der Eurozone eine Pressemitteilung der deutschen Finanzagentur. In dieser wurde bekanntgegeben, dass der Bund das Emissionsvolumen für das vierte Quartal um 15 Milliarden Euro erhöhen wird. Gründe sind die im Schuldenpaket genannten Ziele einer besseren Infrastruktur und Verteidigung. Der Kapitalmarkt reagiert mit höheren Refinanzierungskosten- Zinskosten, die zuletzt 2011 im Zuge der Eurokrise von den Gläubigern gefordert wurden.

Quelle: Emissionen des Bundes im vierten Quartal 2025 – deutsche-finanzagentur.de
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